Wie
Es gibt keine KursleiterInnen oder Dozenten. Was das Depot anbietet ist, aus dem Haus für 10 Tage eine große, offene Werkstatt zu machen, in der gemeinsam gearbeitet und gelebt wird. Dazu gehört, solidarisch miteinander umzugehen, gemeinsam zu essen, zu trinken, zu reden. Eine improvisierte Küche mit langer Tafel in der Schiebebühne dient als Treffpunkt. Für die Beköstigung sorgen alle gemeinsam, je nach Neigung und Talent. Die Kosten sollen niedrig gehalten werden, sodass jeder sich an der gemeinsamen Verpflegungskasse beteiligen kann. Da einige TeilnehmerInnen von außerhalb anreisen werden, sorgen die Projektverantwortlichen dafür , dass die Grundnahrungsmittel zu Beginn der Sommerwerkstatt vorrätig sind.
Ziel
Das Ziel ist, dass wir gemeinsam und doch jeder für sich mit seinen künstlerischen Mitteln (Bildhauerei, Gesang, Tanz, Geschichten erzählen, Malerei, Performance, Projektionskunst, Musik, Animation, Glaskunst, Figurentheater, Lichtkunst, Lyrik, Fotografie, Schauspiel, textile Kunst, Grafik, Film, ...) einen Beitrag zum Thema „wurzelecht“ leisten, den wir am Ende in einer gemeinsamen Inszenierung der Öffentlichkeit präsentieren wollen.
Ablauf
Sie bringen Ihre Idee, Ihre Arbeitsmittel und Ihre Inspirationsquellen mit. Wir bemühen uns nach Kräften darum, Wünsche, die von TeilnehmerInnen mit der Anmeldung hinsichtlich der Arbeitsgrundlagen, der räumlichen Anforderungen, etc. an uns heran getragen werden, zu erfüllen. Stabile Arbeitstische, Strom und Internetverbindungen stehen ausreichend zur Verfügung. Fachmärkte, Schrottplätze und Supermärkte sind alle gut zu erreichen. Die Projektleitung zeigt für eine Veranstaltungsregie verantwortlich, welche die Kreativität und Eigeninitiative der TeilnehmerInnen zu Grunde legt. Die Öffentlichkeitsarbeit wird von
uns erledigt. Rituale und Angebote, welche das Thema der Sommerwerkstatt vertiefen helfen, oder den Austausch fördern sind willkommen.
Präsentation
Die Form der Präsentation soll jedes einzelne Werk zur Geltung bringen und Begegnungen, die sich möglicherweise im Projektverlauf zwischen KünstlerInnen ergeben, zur Darstellung bringen. Dafür, dass sich das Mit- und Nebeneinander von verschiedenen Ausdrucksweisen im Raum zu einem interdisziplinären Gesamtkunstwerk vereinigt, ist es sinnvoll die Inszenierung der ganzen Situation im Blick zu haben. Jede und jeder ist eingeladen, sich mit Ideen und praktischer Gestaltung einzubringen. Die Projektleitung bemüht sich, eine mögliche Dramaturgie und Ausstellungskonzeption von Beginn an wahrnehmend zu begleiten, zu reflektieren, Ideen zu entwickeln und Vorschläge in die Gruppe zurückfließen lassen. Die gemeinsame Entscheidung über die Form der Präsentation und die Klärung technischer Fragen ist auf diese Weise vorbereitet. |
Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile !
Teilnehmen können bis zu 15 KünstlerInnen aus allen Sparten. Wir wünschen uns, dass die TeilnehmerInnen Zeit während der Dauer von zehn Tagen einbringen und die Sommerwerkstatt als eine Art „Insel“ wert schätzen, auf der die Anforderungen des jeweiligen Alltags in den Hintergrund treten. Gemeinsam wollen wir Kernarbeitszeiten verabreden, die einzuhalten nicht zwangsläufig ist - die sich aber auch einmal in die Nacht erstrecken können. Spannend wird die Sommerwerkstatt erst, wenn die TeilnehmerInnen sich einbringen, in Austausch miteinander treten, sich gegenseitig zuschauen, miteinander reden und sich in ihrem jeweils individuellen Schaffen auf einen gemeinsamen Prozess einlassen. Wechselwirkungen und Experimente außerhalb der angestammten Disziplin sind willkommen. An einem Nachmittag wollen wir dem interessierten Publikum die Gelegenheit geben, an der Atmosphäre der Sommerwerkstatt teilzuhaben, den Entwicklungsprozess nachzuvollziehen und mit uns ins Gespräch zu kommen.
Zeiten
Die Sommerwerkstatt beginnt am Freitag Nachmittag mit gegenseitigem Kennen Lernen, Klärung organisatorischer Fragen, Einstimmen ins Thema und Vorstellen der verschiedenen Arbeitsansätze. Die Einrichtung der Arbeitsplätze folgt am darauffolgenden Samstag. Zeitlicher Fixpunkt für die gesamte Veranstaltung ist die gemeinsame Präsentation der Ergebnisse eine Woche später, am Samstag Abend und im Laufe des Sonntags. Zu beiden Gelegenheiten wollen wir unser Publikum bewirten. Der Verein Depot wird uns dabei logistisch und personell unterstützen. Die Sommerwerkstatt endet am Montag, dem zehnten Tag mit einem gemeinsamen Abschluss. Wenn die Nutzung der Halle dies erlaubt, würden wir uns freuen, wenn Ausstellungsobjekte noch über die Dauer der Sommerwerkstatt hinaus in der Halle des Depots präsentiert werden könnten.
Anmeldung / Informationen / Kosten
Wer kann sich anmelden ?
Zur Sommerwerkstatt im Depot können sich Künstler/Innen verschiedener Sparten anmelden. Fachleute und Autodidakten sind willkommen.
Bis wann , und wo sollten Sie sich anmelden ?
Ihre Anmeldung zur
Sommerwerkstatt im Depot
sollte bis zum 15. Juni 2010
an folgende Adresse
eingegangen sein:
DEPOT · Angelika Hoffmann
Immermannstr. 29 · 44147 Dortmund
Telefon: 0231-88 22 001
Email: a.h.performance@t-online.de
Anzahl der Teilnemer Innen / Jury
Es können 15 KünstlerInnen teilnehmen. Eine Jury soll so über die eingereichten Anmeldungen entscheiden, sodass möglichst verschiedene Sparten vertreten sind. Außerdem sollen eher kommunikationsfreudige Arbeitsansätze (Musik, ...) und eher einzeln stehende Arbeitsansätze (Bildende Kunst, ...) ausgewogen berücksichtigt sein. Innerhalb der einzelnen Sparten ist die Güte der Projektidee und des Arbeitsansatzes, sowie die Anwesenheit über die Dauer der Sommerwerkstatt ausschlaggebend.
Die Jury setzt sich zusammen aus:
- Birgitta Heller/Geschäftstelle des Depots,
- Monika Pfeiffer/Bildende Künstlerin/Depot,
- Georg Dierks/Schlagwerker/Dortmund,
- Angelika Hoffmann/Performancekünstlerin/
Projektleitung.
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